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Zitat des Tages

„Alle, die in Schönheit gehn, werden in Schönheit auferstehn.Schönheit kommt aus der Reinheit der Seele. Und diese wiederum kommt aus der Reinheit des Glaubens. Alles was uns innerlich zerbricht, macht uns stark und starke Menschen sind die Leuchttürme der Gesellschaft. Aber auch jeder starke Mensch braucht seine Quellen zum Auftanken. Glücklich dem, der diese Quellen hat.“

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

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Bayraminiz mubarek olsun/Eid mubarak/ Gesegnetes Opferfest

Ich wünsche Euch, euren Liebsten, euren Familien ein gesegnetes und friedliches Opferfest.

Jedoch sollten wir auch die Zeit dafür nutzen uns Gedanken über uns selbst und das Fest zu machen. Wir gedenken an den Propheten Ibrahim (Abraham), der die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismael  Allah zu opfern. Als Allah jedoch seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt. Voller Dankbarkeit opferten Ibrahim und Ismail einen Widder und verteilten ihn an Freunde und Bedürftigen.
Die Prophetengeschichten dienen für uns dazu sie zu lesen, um aus ihnen die Lektionen und Lehren herauszuziehen, die wir für ein gutes Leben benötigen. Aus der Geschichte des Propheten Ibrahim erkennen wir, dass die Wahrung der Schöpfung nicht das einzige zentrale Motiv darstellt, sondern auch das der Mensch ständig über seine Handlung und den Sinn gegenüber den anderenGeschöpfen nachdenken sollte.

„Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Beschützer: Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse (…) Ihnen gegenüber wird Gott barmherzig sein. Gott ist wirklich erhaben und allwissend.“ [9:71]

 

Lasst uns gemeinsam für ein besseres Miteinander, Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit eintreten. Möget ihr Allahs Wohlgefallen erlangen und weitere gesunde Festtage erleben. Amin.

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Allgemein, Religion

Die Macht jener Nacht…

Wahrlich, ein Zeichen der Laila Al-Qadr ist, dass sie rein und klar ist, als ob in ihr ein strahlender, ruhiger und stiller Mond erscheint. Sie ist weder kalt noch heiß, und kein Gestirn (Sternschnuppe) wird in ihr bis zum Morgen herabfallen. Und zu ihren Zeichen gehört wahrlich, dass die Sonne an ihrem Morgen eben erscheint, ohne Strahlen, wie der Mond in der Vollmondnacht.
(Überliefert von dem Imâm Ahmad).
Die Nacht der Bestimmung- Lailat-al-Qadr befindet sich in den letzten zehn Tagen des Ramadan. Vermutet wird sie allerdings in der Nacht des 27. Ramadan und wird heute von vielen Muslimen gepriesen. Es ist eine Nacht, die bedeutender ist als Tausend Monate, in der sich viele Vorzüge für die Seele und den Geist des Muslims befinden. Doch nicht nur spirituell ist die Nacht von Bedeutung, sondern auch in seiner Geschichte. Denn in jener Nacht wurde vor über 1400 Jahren der Quran herabgesandt. Das bedeutenste Buch aller Zeiten. Ein Regelwerk, wie man sein Leben führen soll. Wie man Moral definiert und wie man die Welt sowie ihre Schwierigkeiten und Konflikte erlebt- sein Leben bestimmt.
Allah, der Allerhabene sagt :
“Hâ-Mîm. Bei dem deutlichen Buch! Wir haben es wahrlich in einer gesegneten Nacht herab gesandt – Wir haben ja (die Menschen) immer wieder gewarnt -, in der jede weise Angelegenheit einzeln entschieden wird, als eine Angelegenheit von Uns aus – Wir haben ja immer wieder (Warner) gesandt -, als eine Barmherzigkeit von deinem Herrn – gewiss, Er ist der Allhörende und Allwissende -,“ (Sure 44:1-6)
Doch es ist nicht nur ein Regelwerk, sondern auch ein Kanal zu Gott selbst. Das arabische Wort Quran bedeutet die Rezitation.
Die heilige Schrift erklingt in Milliarden Stimmen und dient als Kommunikation mit Gott. Muslime sehen den Quran nicht als Geschichte oder Erzählung, sondern als Botschaft an die Schöpfung. Eine Richtschnur für die Gläubigen sein Leben auf dem rechten Wege selbst zu bestimmen.
Der Vers : „…(In der Nacht,) in der jede weise Angelegenheit einzeln entschieden wird…“ (Sûra 44:4) bedeutet, dass in dieser Nacht das Schicksal aller Geschöpfe für das kommende Jahr bestimmt wird- wer leben und wer sterben wird, wer gerettet- wer verdammt wird, wem Ehre erwiesen – wer gedemütigt wird.
Die Bestimmung des Schicksals in der Nacht für das kommende Jahr ist für den Gläubigen ein bedeutender Moment. Mit dieser Nacht ermöglicht ALLAH dem Gläubigen einen Neuanfang zu starten und sein Leben für die nächsten 12 Monate neuzugestalten und mitzuplanen. Durch das Verrichten von Gebeten hat der Gläubige Einfluss auf das, was ihn im nächsten Jahr erwarten wird. Wachsam mit Seele und Geist Erkenntnis zu gewinnen. Erkenntnis darüber, was der Sinn des Lebens und der Existenz seiner selbst ist. Dies gelingt ihm durch das stille Nachdenken, Begreifen und Verinnerlichen des Wortes ALLAHs, das zu jener Nacht seine erste Offenbarung fand und die Nacht zur Macht der (Selbst)Bestimmung machte.
Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften bedeutet die Nacht „Quadr“ nicht nur Bestimmung, sondern auch Hochachtung, Vergebung, und Ehre. Denn wer in dieser Nacht seine vollkommene Aufmerksamkeit Gott schenkt und IHN mit Gebeten preist, verdient Hochachtung. Hochachtung, die ALLAH mit Vergebung beschenkt.
Lailat Al-Qadr, eine Nacht mit großartigen Nutzen und hoher Stellung bei ALLAH. Denn ALLAH ist wahrlich der Allvergebende, und ER liebt die Vergebung, so vergibt er auch dir.
Wie der Prophet Muhammad (sav) sagte:
„Wer während Lailat Al-Qadr wachbleibt, aus dem Glauben heraus und in der Hoffnung, den Lohn Allâhs zu erlangen, dem werden all seine vorherigen Sünden vergeben.“
(Al-Buchâri und Muslim)
Ich wünsche allen Muslimen eine gesegnete Nacht!
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Allgemein, Politik

Ausschreitungen in Istanbul

Im Zuge der Modernisierung Istanbuls finden seit fünf Tagen Demonstrationen und Straßenschlachten statt. Der Gas-Einsatz der Polizei, um der Gewalt ein Ende zu setzen, führt zu mehreren Hunderten Verletzten und Festnahmen. Der Protest richtet sich gegen die Umgestaltung des Taksim-Platzes auf dem „Gezi-Park“. Bäume müssen abgerissen werden und der Verkehr umgeleitet. Folgen, die jede Modernisierung einer Stadt mit sich trägt. Aber warum diese Eskalation von Gewalt? Wurde die Bevölkerung über die Pläne der Regierung nicht informiert? Warum das Ausmaß der Proteste in dieser Form? Was sind die Ziele und die Motivation der Protestler?
Bekannt ist, dass das Bauvorhaben bereits während des Wahlkampfes im Jahr 2011 von Seiten der Regierungspartei AKP angekündigt wurde. Die Umweltaktivisten und Gegner des Projektes demonstrieren seit 2011 friedlich. Sie machten von ihrem Demonstrationsrecht unter Gewährleistung der Sicherheit gebrauch. Der Vorwurf heute, dass demokratische Rahmenbedingungen und freie Meinungsäußerung in Form von dem Demonstrationsrecht nicht herrscht, ist somit nicht gegeben.
Allerdings haben sich in den letzten Wochen unter die Umweltaktivisten auch Linksaktivisten und eine Gruppe von Anti-Erdogan gemischt, deren Ziele und Intention eine Andere ist, als die der Umweltaktivisten.
Der Taksimplatz nimmt seit den Ausschreitungen am 1. Mai 1977 mit 38 Toten eine sehr große Rolle bei den Linksaktivisten ein und ist für sie von hoher Bedeutung. Der Erhalt und der Schutz des Platztes gehört zum ideologischen Verständnis mit allen (gewaltsamen) Mitteln. Die Anti-Erdogangruppe setzt sich aus laizistischen und republikanischen Eliten zusammen. Ziel ist es nicht die Natur oder den Platz zu erhalten, sondern die Regierung zu schwächen und zu stürzen. Grund dafür sei die angeblich rechtspopulistische, konservative und islamische Regierungsform Erdogans. Denn Jahrzehnte lang wurden die Rechte der Mehrheit für die Aufrechterhaltung der Rechte der Minderheit eingeschränkt und verletzt. Die politische Elite arbeitete stets mit dem Militär für die Einhaltung ihrer Rechte in einem laizistischen, orthodox- kemalistischen System zusammen. Die Instandhaltung jenes Lebensstils führte zur wirtschaftlichen und internationalen Schwächung des Landes. Heute werden die Rechte aller im Land lebenden Menschen versucht zu gewährleisten- doch dies führt zur Verärgerung der Elite in der Türkei. Auch die liberale Wirtschaftspolitik, die es geschafft hat das Land beim IWF schuldenfrei zu machen, Sozialsysteme zu schaffen und Minderheitenrechte zu wahren, können den Ärger der Kemalisten nicht beiseite schaffen. Fakt ist, dass Erdogan immernoch der wohl beliebteste Politiker mit 33,2 %  (http://www.milliyet.com.tr/Siyaset/SonDakika.aspx?aType=SonDakikaGaleri&ArticleID=1483229&PAGE=7) der Stimmen in der Türkei ist und seine Politik von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wird und Zuspruch findet.
Es sind wie der Blogger Eren Güvercin sagt, Trittbettfahrer aus verschiedenen politischen Lagern, links bis rechts. Die Atmosphäre wird durch wechselseitige Instrumentalisierung aufgehetzt und mit Falschinformationen und manipulierten Bildern gestützt. Auch die Opposition, die nicht opportun ist nimmt sich dem an und mischt sich unter die Unterstützer der Protestler. Die Opfer der Ausschreitungen sind für viele politische Gruppierungen nicht von Bedeutung. Denn je mehr Aufruhr es gibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für Unruhe zu sorgen und das Volk aufzumischen. Das das Vorgehen der Polizei brutal ist, steht ausser Frage. Aber wenn die Polizei wie bei den Protesten von Stuttgart 21, Occupy oder wie hier in Hamburg auf der Schanze gegen Linksautonome, die Mülltonnen und Autos in Brand setzen und mit Einsatz von Tränengas aufgelöst werden, massiv vorgeht, wird weder zum Sturz der Regierung aufgefordert noch ein Merkel-Feindbild deklariert. Dies ist keine Rechtfertigung des Umgangs mit Demonstranten, aber es war eine Frage der Zeit, dass auf gewaltsamen Protest gewaltsam reagiert wird und die Situation eskaliert.

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Allgemein, Medien

Im Namen Allahs – was tun gegen Deutschlands Gotteskrieger?— Eine Sendungskritik

Sehr geehrte Redaktion,

dass in einer zusehends mediengesteuerten und medienorientierten Gesellschaft auch Polittalks in öffentlich-rechtlichen Sendern eine Plattform für Selbstdarstellung bieten, und die Sendung vorab schon zum Scheitern verurteilt ist, wurde gestern leider erneut durch ihre Sendung bewiesen.

Angesicht der Festnahme von vier jungen Männern in Leverkusen, die einen Mordanschlag auf Markus Beisicht, Chef der rechtsextremen PRO-NRW-Splitterpartei, geplant haben sollen, war es nicht verwunderlich, dass sich Ihre Redaktion des Themas angenommen und die Sendung „Im Namen Allahs- was tun gegen Deutschlands Gotteskrieger“ genannt hat. Die Aktualität des Themas bewegt die Gemüter und es gibt ein Bedürfnis für die Auseinandersetzung mit der Thematik. Die Redaktion greift motiviert das Ereignis auf und überlegt, mit welchen Gästen zum Thema diskutiert werden soll. So weit so gut.

Aber dass dabei die Auswahl auf Gäste wie CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, der für seine polemische Haltung gegenüber dem Islam (auch wenn er neuerdings eine Grenze zwischen der Religion und dem Islam zieht) bekannt ist, dem Ex-Muslim Barino Barsoum, der sich zum Medienphänomen entwickelt hat und der Berliner Sozialarbeiterin und Journalistun Güner Balci, die lieber über ihre emanzipatorische Haltung, die ihrer Meinung nach nicht konform mit den Werten des Islam ist, diskutieren will, wirft Unverständis auf.

Bereits das Einführungsvideo am Anfang der Sendung und das Einzelgespräch mit Barino Barsoum schafft beim Zuschauer ein befremdliches Gefühl gegenüber dem Islam und den Muslimen. Das Video „Was ist Salafismus“ erinnerte eher an einen schlechten Beitrag für Kindersendungen.

Auch im Laufe der Sendung kommt man davon nicht los und es wird deutlich, dass es den Gästen Bosbach, Barsoum und Balci nicht darum geht, politische Positionen und Lösungen zu vermitteln, sondern lediglich den Erwartungen der Zuschauerinnen und Zuschauer in der Negativhaltung gegenüber dem Islam- wie so oft in einfachster verallgemeinernder Form-gerecht zu werden , und sie weiterhin darin zu bestätigen.

Die sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema der Sendung ging dabei sichtlich verloren.

Ganz im Sinne einer angeblichen intellektuellen Streitbarkeit ging der ein oder andere Schuss von Güner Balci los (für ihre Inszenierungen gewaltbereiter Türken vor der Kamera bekannt), um als besonders schlagfertig, integriert und demokratieliebend vom Publikum und Zuschauer goutiert zu werden. Auch wenn es um Deutschlands Gotteskrieger ging, so waren für sie die „armen unterdrückten, ihrer Freiheit beraubten“ Kopftuchmädchen und die Geschlechtertrennung anscheinend von höherer Bedeutung für die Sicherheit Deutschlands, als die eigentlichen Gotteskrieger.

Ein wirkliches Gespräch kam nicht einmal ansatzweise zustande. Das Thema wurde wie so oft zu einer Islamdebatte. Der Berliner Imam Ferid Heider hatte mehr mit der Verteidigung seiner Person und seines Glaubens zu tun, als eigene Beiträge zum Thema zu leisten.

Obwohl der ZEIT-Journalist Yassin Musharbash zu erklären versuchte, dass es sich um zwei Debatten handle, einmal die Debatte um Sicherheit und Terrorismus und die andere die Integrationsdebatte und vor allem fragte, wie wir sie gemeinsam gestalten wollen, war die gesamte Diskussion kläglich.

Von einer konstruktiven Auseinandersetzung der Frage wollte außer ihm keiner wirklich etwas wissen. Es drehte sich um ein Thema, bei dem es um eine radikale Randgruppe geht, das in Wirklichkeit aber die gesamte Gesellschaft betrifft.

Denn aus der Mitte der Gesellschaft haben sich genau diese Jugendlichen entfernt und Zuflucht in den radikalen Gruppierungen mit extremistischem Gedankengut gefunden. Sie werden zu selbsternannten „Gotteskriegern“. Die Ursache und Gründe für diese Zuflucht und die Entwicklung werden in der Sendung überhaupt nicht erörtert oder diskutiert.

Die Frage, warum diese vier jungen Männer den Versuch wagten, einen Anschlag auf den Rechtspopulisten Markus Beisicht zu verüben, oder immer mehr Jugendliche in den gewaltbereiten Extremismus abdriften, wird nicht hinterfragt.

Fakt ist, dass neben den 4500 Salafisten mit einer geringeren Zahl an gewaltbereiten Anhängern in Deutschland die Islamfeindlichkeit in den letzten Jahren als eine der modernen Formen der Fremdenfeindlichkeit der rechtsextremen Szene an Bedeutung gewinnt und die Zahl der gewaltbereiten Neonazis auf 5600 gestiegen ist. Laut Verfassungsschutz sogar zunehmend im legalistischen Bereich.

Die Protagonisten versuchen Überberfremdungsängste oder Vorurteile der Bevölkerung gegenüber Muslimen und dem Islam zu erzeugen oder vorhandene Ressentiments zu schüren, um die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Dazu zählt die „Bürgerbewegung pro NRW“ („pro NRW“), die dem rechtsextremistischen Spektrum zu zuordnen ist.

Der Chef der rechtsextremen Pro-NRW-Splitterpartei, die provokativ gegenüber Muslimen agiert, ist Markus Beisicht, auf den der Anschlag vergangene Woche verübt werden sollte. Es war folglich nur eine Frage der Zeit, dass das Fass zum Überlaufen kommt. Angesichts dieser Tatsache und dem Hintergrund, dass gegenüber Muslimen die Gewalt und die islamophobe Haltung unter dem Deckmantel einer legitimen, demokratischen Religionskritik geführt wird, ist es unfassbar, wie sehr die Islamophobie die Mitte der Gesellschaft erreicht hat, und sie offenkundig als freie Meinungsäußerung gilt, wo es sich für die Betroffenen längst wie Volksverhetzung anfühlt.

Hierbei ist nicht die Kritik am Islam, sondern der Rassismus, der unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit seine Stimme findet, zu diskutieren.

Einige der Studiogäste pochen auf das Grundgesetz und die demokratischen Werte, dabei missachten sie sie alle. An dieser Stelle stellt sich die Frage: Quo vadis Demokratie? Die demokratische Meinungsfreiheit wird für die Antipathie und Propaganda gegenüber den Muslimen instrumentalisiert und missbraucht.

Wenn Demokratie weiterhin in dieser Form missbraucht wird und gesellschaftspolitische Themen diskutiert werden, ist ein weiteres Abdriften von Jugendlichen in radikale Gruppen mit rechtsextremistischer oder „islamistischer“ Ausrichtung vorhersehbar. Denn ohne nach den Ursachen für die Geschehnisse zu fragen, und sich der moralischen und journalistischen Verantwortung zu stellen, bleibt es bei dem Schlagabtausch und wir fragen uns immer wieder: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?

Freundliche Grüße aus Hamburg

R.D.

http://www.ardmediathek.de/das-erste/guenther-jauch/im-namen-allahs-was-tun-gegen-deutschlands-gotteskrieger?documentId=13761852

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Allgemein, Aus dem Leben, Emotionaler Crash

Wechselbad der Gefühle

Dieses Leben währt nicht ewig und es stellt uns vor Prüfungen von denen wir denken, dass wir sie nicht bestehen. Prüfungen des Lebens werden sie genannt. Aber es gibt auch Prüfungen mit uns selbst. Die Konfrontation mit einem selbst und den Gefühlen. Neue Situationen oder ein veränderter Zustand lassen Seiten an uns entdecken, die uns vorher verborgen waren. Eine für uns neue Gefühlswelt öffnet sich, mit der wir bislang gar nicht in Berührung kamen. Diese neue Welt taucht auf, wenn wir einem Menschen den Weg zu unserem Herzen freistellen und ihn tief-mittels der Liebe und Vertrauen- hineindringen lassen. Ist der Weg geebnet, so erfreuen positive Gefühle wie Verbundenheit, Geborgenheit und Sicherheit Herz und Seele.

Allerdings ist da, wo  etwas Positives existiert, auch etwas  Negatives vorhanden. Verletzt sein, Traurigkeit und Einsamkeit können ebenso auftreten wie das Gefühl auf Wolke 7. Diese negativen Gefühle erwecken in uns das Gefühl die Kontrolle über unser eigenes Herz zu verlieren und sind schmerzhaft. Ein Gefühl von Liebesverlust tritt hervor. Ein negatives Gefühl scheint einen zu beherrschen. Doch dieses trügerische Gefühl darf die Liebe bzw. die Partnerschaft nicht in Frage stellen, sondern vielmehr dazu dienen die Liebe zu stärken. Wir mögen uns vielleicht von unserem Partner verletzt  fühlen und traurig sein, doch liegt es an uns, ob wir im nächsten Augenblick auch wieder Sympathie ihm gegenüber empfinden und das Negative, welches unser Herz schaden zufügt, beseitigen wollen. Die Erklärung dafür ist, dass unsere Gefühle nicht durch unseren Partner entstehen, sondern durch die Art und Weise, wie wir fühlen. Das ist für unseren gegenüber nicht immer leicht zu verstehen;manchmal sogar für einen selbst nicht. Die eigene Gefühlswelt ist meist nicht zu artikulieren. Es scheint wie ein unlösbares Geheimnis, welches nur durch ein  Empfinden zum Ausdruck kommen kann. In dem Moment bedarf es nur einem Gefühl des Auffangens durch den Partner. Die tiefgreifende Liebe, die wir im Kern unseres Herzens empfinden, lässt uns immer wieder zu den positiven Gefühlen unserem Partner gegenüber zurückkehren. Auch wenn wir ab und zu mal verletzt sind, ist das kein Grund zu verzweifeln, denn was uns emotional erwartet und womit wir konfrontiert werden, wissen wir nicht. Aber eines wissen wir und zwar das wir besser dran sind, wenn wir mit dem Menschen sind, den wir lieben leben- als unglücklich allein. Gemeinsam kann auch der tiefste Gefühlszustand überstanden werden. Alles wird besser, solange man die Hand des anderen nicht loslässt.Auch wenn die Kraft fast am schwinden ist, so ist doch das gemeinsame Bestehen der Gefühlsprüfung am schönsten.

„Liebe ist der Entschluß, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.“

Otto Falke

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Danke 2012!

Ein weiteres Lebensjahr ist vorüber. Wir blicken zurück, Gedenken und Erinnern und blicken wieder nach vorn. Ein Ritual, welches wir alle 365 Tage wiederholen. Wir legen Zeugnis bei uns selber für das ab, was wir in dem vergangenen Jahr geschafft oder versäumt haben. Setzen neue Vorsätze für das nächste Jahr und freuen uns über das neue Jahr und mit ihm über die Chance eines Neuanfangs. Ein Neuanfang ohne Garantie es fortsetzen zu können. Doch sollte hier nicht Pessimismus die Oberhand gewinnen, sondern ein Bewusstsein dafür geweckt werden, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in dieses neue Jahr eintreten und es auch beenden. Innehalten, Besinnen und Dankbar für das sein, was wir in diesem Jahr vom Leben geschenkt bekommen haben und nicht die Gedanken darauf ausrichten , was uns gefehlt hat. Wertschätzung gerät im Alltagstrott in Vergessenheit, obwohl die Wertschätzung unseres Lebens und unserer Liebsten und die Erkenntnis, dass nichts, was wir besitzen, selbstverständlich ist, das Gefühl und der Zustand nach dem wir streben, sein sollten. Denn Anlässe, dankbar zu sein und sich zu freuen, gibt es viele in unserem Leben. Es ist nur eine Frage der Bereitschaft vieles Selbstverständliche wertzuschätzen. Was heute im hier und jetzt noch selbstverständlich für einen ist, kann schon im nächsten Moment ein schmerzhafter Verlust sein.  Folglich bin ich Gott dankbar für meine Gesundheit, die mir jeden Tag das ermöglicht, was ich mir als Ziel setze; meinen Glauben, welches mir immer wieder Kraft schenkt die Hürden des Lebens zu meistern; meine Familie, die immer da ist, wenn ich sie brauche und mich stets unterstützt; mein warmes Heim, das mir Geborgenheit schenkt und mich schützt, meinem Partner, der mich loyal begleitet und mit mir das Leben bereit ist- egal was kommt- zu leben und meinen Freunden, die mich bereichern und mir neue Facetten des Lebens aufzeigen. Ich bin dankbar für all jenes, was ich im Herzen spüre und mir ein Lächeln zaubert.

Wie Alfred R. Stielan-Pallas in „Die Macht der Dankbarkeit“schreibt:

 „Menschen, die ihr Leben gesünder, glücklicher, reicher, intensiver und erfüllter leben, verbindet etwas sehr Einfaches: sie sind dankbar!“

Dankbarkeit macht somit den Menschen glücklich und schenkt ihm Kraft. Danke 2012.Willkommen 2013.

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